U-Bahn Karlis Eingebungen

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Jo i hob gfiaht mein liabn Hund,
sei Lebn laung, zur Gassirund,
die hob i gmocht, aun jedn Tog,
mit eahm, den i no immer mog.
Sei Liab zu mir, die hob i gspiat
und die, die hot mi tiaf beriaht,
er hot mir voi sei Herzerl gschenkt,
i find, des hot mei Lebn glenkt.
Oft hot er böt, wos i net woit,
des er vor mir, a heit no soit.
Jo, jo so woar’s, mei Hund woar liab,
sei gaunze Liab, die hob i gspiat.

Die Liab, jo die, die woar mei Gwinn,
drum is er jetzt im Himme drin.
Sei Erdnlebn, es is vorbei,
er kaunn doch nur im Himme sei,
durt, wo er liab ois Engl fliagt,
sein Himmlslohn, den hot er kriagt.
Er fliagt und fliagt sei Himmlsrund,
er is im Glick, a Englhund.
So denk i oft, durt untn drunt,
in meiner Gossn, aun mein liabn Hund,
mei Englhund, heit hot er Zeit,
im Himme drin, in Ewigkeit.

Gedicht 176 © Karl Lessiak
U-Bahn Karli aus Wien Floridsdorf

Kommentare  

+1 #1 Ingrid Weidlgras 2016-06-30 08:22
:-)
Das ist einliebes Gedicht.
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